Intro

Ganz einfach, weil ich gerade Bock drauf hatte, dachte ich mir, dass es heute philosophisch werden sollte. Daredevil dient hier als Bildmaterial, weil ich immer noch nicht fertig damit bin die Bilder von Vlada zu bearbeiten … Ich hätte noch Bilder von einem anderen Shooting im Dezember gehabt, aber die will ich für einen anderen Beitrag aufheben.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten.

George Bernard Shaw

Wir alle haben Sie, die guten Vorsätze und Absichten. Doch nicht immer endet die Geschichte so, wie es man sich wünscht. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich trotz der grossen Negativität in der Welt immer noch relativ optimistisch eingestellt. Wie zu oft hört man ein Jammern, Fluchen oder Schimpfen über die Welt und die Menschen. Manchmal sitzt man so sehr in einer Sackgasse, dass man das Gute gar nicht mehr erkennen möchte, man hat sich mit der Welt abgefunden und man blendet jeden Lichtblick aus.

Um wieder Bezug auf den Titel zu nehmen, will ich heute über gute Absichten reden, die aber am Ende doch nicht mehr so gut sein schein.

Wer kennt sie nicht: die Tragik der Wahrheit. Obwohl sie oftmals die schmerzhafte Wahl ist, ist sie am Ende die richtige Wahl. Manchmal versuchen wir trotzdem, jemanden die Wahrheit zu verheimlichen. Ganz einfach, weil wir einen geliebten Menschen nicht verletzen möchten. Denn er liegt uns nämlich am Herzen und es gäbe nichts Schlimmeres, als ihn zu enttäuschen oder gar zu verletzen. Man möchte dem anderen nicht wehtun, weil die Wahrheit vielleicht nicht gut genug für ihn ist. Wir wollen ihn davor bewahren und sagen darum vielleicht nichts oder erzählen stattdessen eine süsse Lüge. Und genau an diesem Punkt ist der Moment gekommen, an dem man die Wahrheit zum kleineren Übel gemacht hat.

Die Wahrheit wird am Ende immer durch eine kleine Ritze ausbrechen und dadurch ist der anderen Person alles andere als geholfen. Nicht nur wird er mit der Wahrheit konfrontiert, sondern auch mit der Tatsache, dass sein Vertrauen missbraucht wurde … Die Tragödie hierbei besteht, dass durch ein Schweigen oder eine kleine Lüge mehr Schaden verursacht wurde als man es geplant hatte. Ein wackliges Vertrauen wird am Ende immer zu einem Streit führen und alles, was danach geschieht, ist davon abhängig, wie bereit beide Parteien sind sich einzusetzen. Das schlimme daran ist, dass während solch einem, von einer guten Absicht gestarteten Streit, böse Wörter fallen können. Wörter, die man vielleicht bereut oder die schon lange hätten gesagt werden müssen.

Gute Absichten enden nicht immer gut. Bedeutet das, dass man keine guten Absichten mehr haben sollte? Sollte man sie vermeiden und direkt die brutale Wahrheit aussprechen? An sich ja, aber es gibt immer zwei Arten die Wahrheiten zu sagen. Eiskalt oder mit etwas Taktgefühl. Es reicht nicht, die Wahrheit rauszuhauen, ohne dabei ein Zeichen von Menschlichkeit zu setzen. Wir sollten ehrlich sein, doch Gefühle wie Angst oder Zweifel hindern uns manchmal daran. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass die Angst vor der Wahrheit ein Zeichen dafür ist, dass es an der Zeit ist die Wahrheit auszusprechen. Manchmal reichen nur fünf Sekunden Mut, um etwas wirklich grossartiges zu erreichen. Seien wir zum Schluss doch mit uns selbst ehrlich. Am Ende war man immer dankbar, wenn man die Wahrheit direkt erfahren hat. Ja, es kann einen Moment schockieren oder schmerzhaft sein. Doch sobald der Schock sich gesetzt hat, sieht alles besser aus.

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