Diejenigen unter Euch, die mir auf Instagram folgen kennen Gandalf bereits. Dieser kleine Vielfrass ist für mich die Darstellung des Wortes „Chillen“. Wenn ich am Morgen aus dem Haus gehe, schläft er. Wenn ich nach Hause komme, schläft er immer noch. Dazwischen wird gefressen, noch mehr geschlafen und wenn es gerade nicht warm oder zu nass ist, geht er kurz nach draussen.

Nachts, genauer gesagt um ca. 03:00 Uhr morgens entsteht dann in ihm das grosse Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Dies äussert sich in Form einer feuchten Schnauze, die mir drei bis vier Mal über mein Gesicht streicht. Und nichts auf der Welt würde ihn dabei aufhalten seinen Willen durchzusetzen. Nach ungefähr 15 Minuten liegt er dabei schon wieder wie in Trance versetzt auf seinem Rücken und schläft. Wie gesagt, die Darstellung des Wortes „Chillen“.

Tiere fotografieren

Da ich vor kurzem gefragt wurde, wie man am besten Tiere fotografiert, dachte ich mir, dass ich hierzu einen kleinen Beitrag schreibe und meine Erfahrung mit Euch teile. Eins aber vorweg, ich fotografiere sehr selten Tiere.

Solltet Ihr eine Hauskatze haben, dann habt ihr eine 50/50 Chance, dass es reibungslos läuft. Die Katze sitzt still, starrt in der Gegend herum und Ihr könnt eure Fotos machen. Ich habe für diese Fotos damals einen leichten Weitwinkel verwendet, da ich dazumal kein anderes Objektiv hatte. Grundsätzlich würde ich heute Protraitobjektiv (70 mm – maximal 100 mm) verwenden. Hierbei muss einfach ein etwas grösserer Abstand zum Tier einberechnet werden. Damit eine schöne Tiefenschärfe entsteht, würde ich die Blende mehr öffnen (z.B f/2.8). Den ISO-Wert der Kamera würde ich – wie immer – relativ tief halten, damit kein künstliches Rauschen entsteht.

Mit diesen Voraussetzungen könnt Ihr eigentlich bereits Eure Fotos machen. Die eigentliche Schwierigkeit beim Fotografieren von Tieren besteht darin, dass sie nicht stillhalten. Katzen lassen sich zum Beispiel sehr leicht ablenken oder werden je nach Laune die Arroganz-Karte ausspielen.

(Olympus OM-D E-M10, Blende f/5.5, Brennweite 36 mm, ISO-500, Verschlusszeit 1/125)
(Olympus OM-D E-M10, Blende f/5.5, Brennweite 36 mm, ISO-500, Verschlusszeit 1/125)

Emotionen/Reaktionen zeigen

Ja, ein schlafendes Tier bringt oftmals einen „Jöö-Effekt“ und bereiten beim Ansehen Freude. Es lohnt sich aber auch, ein Tier zu fotografieren, dass zum Beispiel etwas sucht oder beschnuppert (Bild unten). Dadurch wird dem Bild etwas mehr Charakter verliehen und mit etwas Feingefühl erreicht man einen noch besseren „Jöö-Effekt“

(Olympus OM-D E-M10, Blende f/5.5, Brennweite 36 mm, ISO-500, Verschlusszeit 1/125)

Die Nachbearbeitung

Bei der Nachbearbeitung würde ich mit etwas mehr gesättigten Farben. Sprich, das Bild darf ruhig ein wenig farbenfroh wirken. Beim schärfen der Konturen würde ich jedoch aufpassen, dass diese nicht zu scharf werden. Dadurch kann das Bild unangenehm und das Fell borstig wirken. Auch wäre ich mit dem Weichzeichner etwas behutsamer. Solltet Ihr zum Beispiel das Auge eures Hundes oder eurer Katze fotografieren, wäre ich so frech und würde die Augen noch leicht bearbeiten -> Mehr Sättigung, mehr Klarheit und schärfen. Dabei kann man gleichzeitig auch mit den Lichtern und Tiefen experimentieren.

Beim retuschieren würde ich darauf achten, dass keine „Dreckklumpen“ oder lose Haare übersehen werden.

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