Ehrlich gesagt, hatte ich diesen Beitrag bereits seit Ende Juni erstellt, allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen soll. Obwohl er einmal etwas anderes ist, bin ich mir bezüglich der Thematik nicht ganz sicher. Aber da ich ohne hin schon viel Zeit in den Beitrag und die Bilder investiert habe, dachte ich, dass ich ihn jetzt trotzdem raushaue.

Wir haben uns schon immer für abstrakte oder furchteinflössende Aspekte des Lebens Formen wie Gesichter und Gestalten ausgedacht. Zum Beispiel versuchen Kinder, sich so gewisse Ereignisse zu erklären (z.B: Das Knarren des Dachbodens wird durch einen Geist verursacht). Man könnte sagen, dass für unseren Verstand Aspekte des Lebens weniger furchteinflössend wirken, wenn wir ein passendes Gesicht dazu haben. Eine der bekannten Personifikationen, die wir kennen, ist der Tod. In der westlichen Kultur wird dieser oft als verhüllter, fast geist-ähnliche Gestalt mit Sense und Skelett dargestellt.

In der Kunst werden Inhalte oftmals durch Statuen oder Gemälde dargestellt. Besonders bei religiösen Kunstwerken werden Inhalte wie Tugend, Plagen oder Laster auf diese Art und Weise dargestellt. Ob ein Inhalt weiblich oder männlich dargestellt wird, ist abhängig vom Genus des Wortes. Aus diesem Grund werden der Tod oder der Teufel nur als männliche Personifikationen dargestellt.

Eine weitere Art der Personifizierung findet man auch in der mythischen Welt oder Religion. So werden natürliche Elemente wie Wasser einer Gottheit (in diesem Beispiel Poseidon) zugeschrieben.

Folglich…

Die Kunst und die Darstellung hat sich in den letzten Jahrhunderten massiv verändert. So war die Kirche für eine sehr lange Zeit der grösste Auftraggeber für Künstler. Heute sieht es anders aus. Heilige werden nicht mehr so oft auf neuen Gemälden oder als Statuen dargestellt. Auch ist für viele der Glaube im Alltag deutlich weniger wichtig als zum Beispiel vor 500 Jahren.

Die künstlerische Freiheit bietet somit mehr Möglichkeiten und Freiheiten. Von abstrakter Kunst bis hin zu erotischen Werken ist heute sehr vieles erlaubt und möglich. Heikle Themen können durch die Kunst angesprochen und aufgezeigt werden. Die Möglichkeit, zu bestehenden Geschichten etwas zu ergänzen oder sich eine eigene Fortsetzung auszudenken, wird sogar unterstützt (Fanfiction) und wird vieler Orts als beliebt angesehen.

Was allerdings noch mehr in den Vordergrund gerückt ist, ist die Personifikation. Gut und böse werden jeden Tag auf verschiedene Arten dargestellt. Sei es in Film oder Buch, beide Seiten werden oftmals durch einen Protagonisten/Antagonisten „vermenschlicht“ und somit vereinfacht dargestellt. Was ich persönlich immer wieder schade finde, ist, dass der/die Böse meisten relativ oberflächlich dargestellt wird, während der/die Gute bis ins kleinste Detail vorgestellt und erläutert wird.

Personifikation_Valkyrie
Personifikation Valkyrie
Personifikation Valkyrie
Personifikation Valkyrie
Personifikation Valkyrie
Personifikation Valkyrie
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