Wie am 21. Februar 2020 angekündigt, präsentiere ich Euch nun die ersten Fotos vom Photoshooting mit dem Playboy-Model Amber Karis Bassick.

Da es im Januar noch etwas kalt war für Aussenfotos, habe ich für das Photoshooting mit Amber eine indoor Location organisiert. Diese charmante Wohnung habt Ihr bereits bei den beiden Photosessions mit Lee und Diana gesehen. Da die Wohnung sehr hell und gemütlich eingerichtet ist, eignet sie sich hervorragend für kleine Photoshootings. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Elisabeth für die reibungslose Kommunikation sowie für Ihre Mühen.

Farbauswahl der Kleidung

Die Farbauswahl beim Photoshooting ist logischerweise zentral. Es ist extrem wichtig, dass die Kleidung zur räumlichen Umgebung passt. Gleichzeitig muss man sich bereits Gedanken dazu machen, wie die Fotos nach der Bearbeitung aussehen sollen.

Für das Photoshooting mit Amber war mir klar, dass ich Fotos mit etwas verblassten und Fotos mit dynamischen Farben erstellen möchte. Gleichzeitig lege ich aber bei den hellen Fotos wert auf scharfe Konturen. Aus diesem Grund eignen sich knallige Farben oder bunte Kleidungsstücke eher weniger. Um das weiss im Raum bei der Kleidung wieder aufzunehmen, trug Amber immer ein weisses Oberteil. Wobei die Hose zuerst von schwarz auf blau gewechselt wurde.

Photoshooting Amber Karis Bassick
Photoshooting Amber Karis Bassick

Verblasste Farben

Bei den folgenden beiden Fotos zeige ich Euch zwei verschiedene Möglichkeiten, wie der verblasste Look aussehen kann.

Beim ersten Bild wurde der Kontrast verringert, weshalb man das Bild eher mit einem monochromen Farbkontrast vergleichen kann. Die Farben bewegen sich hier stark im grauen bis zum beigen Bereich. Gleichzeitig geht aber die Tiefenwirkung etwas verloren. Auch sind die Konturen weniger scharf als beim zweiten Foto. Diese Art der Bearbeitung passt zu Fotos, in denen das Licht etwas leichtere Schatten mit herauslaufenden Konturen wirft. Sprich, der Rand des Schattens ist keine gerade Linie, sondern verblasst nach aussen. Um besagten Effekt noch zu verstärken, habe ich die Klarheit des Fotos ebenfalls reduziert. Das Resultat ist, dass das Bild eine weiche Ausstrahlung besitzt, die aber nicht zu künstlich wirkt.

Photo_Amber Karis Bassick-Kontrast-look

Hier, beim zweiten zeige ich Euch das genaue Gegenteil vom Ersten. Die Konturen wurden stark verschärft, die Klarheit erhöht und der Kontrast verstärkt. Besonders gut erkennt man das, wenn man die Schatten und die Struktur der Haut betrachtet. Sie wirken durch die oben genannten Korrekturen viel schärfer aber gleichzeitig auch härter. Der grösste Unterschied in den beiden Bildern ist aber das Licht. Beim oberen Foto habe ich sehr darauf geachtet, dass das Licht möglichst weich ist und die Schatten nicht gross auffallen. Hier allerdings, beim zweiten Bild hatte ich das exakte Gegenteil im Sinn. Um dem Foto eine bessere Tiefenwirkung zu geben, habe ich die dunklen Stellen sowie die hellen Stellen noch dunkler gemacht. Mit dem Radial-Filter habe ich dann kleinere Korrekturen vorgenommen und dafür gesorgt, dass Amber noch etwas mehr aus dem Hintergrund hervorsticht.

Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden, welchen Look im besser gefällt. Ich persönlich arbeite lieber mit einem verstärkten Kontrast und harten Konturen als mit weichen.

Photo_Amber Karis Bassick-Kontrast-look

Seid mutig bei der Bearbeitung

Als kleiner Tipp rate ich Euch, dass Ihr die Komfortzone verlasst. Wenn jedes Foto gleich aussieht und die Bearbeitung der Fotos sich zu einem Standardablauf entwickelt, bei dem Ihr jedes Mal das Selbe macht, dann habt Ihr früher oder später ein Problem. Denn Eure Fotos können Ihr wahres Potenzial verlieren. Mir selbst ist das ehrlich gesagt auch bereits passiert. Leider, passiert das schneller als gedacht. Man vergisst schnell, dass es auch noch weitere Gestaltungsmöglichkeiten gibt als die, die man bisher kennengelernt hat. Dabei ist es so einfach, sich Neues anzueignen und kennenzulernen.

Ausserdem ist es wichtig, dass man ein breites Spektrum an Wissen innerhalb seines Talentes hat. Sollte sich jemand von Euch mit dem Gedanken beschäftigen ein Portfolio zu erstellen, dann rate ich Euch, möglichst viel Diversität im Portfolio zu zeigen. Orientiert Euch an den laufenden Trends, versucht einen Bearbeitungsstil nachzumachen und ergänzt Euren eigenen Stil mit dem neu gelernten Wissen. Nehmt Fotos von anderen Fotografen etwas genauer unter die Lupe und versucht herauszufinden, was genau bearbeitet wurde und wie was Ihr anders gemacht hättet. Wenn Ihr dass dann bei Euren Fotos anwenden könnt, habt Ihr schon gewonnen. Ausserdem habt Ihr dann am Ende mehr Freude an den Fotos, weil Sie einen frischen Wind in Euer Portfolio gebracht hat.

Photoshooting Amber Karis Bassick
Photoshooting Amber Karis Bassick
Photoshooting Amber Karis Bassick

Mischlicht als Gestaltungselement

Üblicherweise versuche ich, jede Mischlichtsituation zu vermeiden, da die Nachbearbeitung höllisch und das Foto nicht gut aussieht. Der Grund dafür ist, dass die Stellen im Bild entweder zu gelb/orange oder zu blau sind.

Bei diesem Photoshooting habe ich allerdings nicht auf das Mischlicht verzichten können. Da das Wetter bewölkt und es bereits später am Nachmittag war, musste ich zusätzlich zum Fensterlicht die Lampen in der Wohnung als zweite Lichtquelle verwenden. Natürlich hätte man auch einfach Blitzen können. Da ich aber vom blitzen im Vergleich zum Available Light wenig Ahnung habe, habe ich mich für meine Art entschieden.

Für die Belichtungsmessung und den Weissabgleich habe ich das Fensterlicht verwendet, dadurch wurde das Licht der Lampen als gelb/orange dargestellt. Somit konnte ich dem Hintergrund mehr wärme geben, was das Bild gemütlicher und stimmiger wirken lässt. Bei der Nachbearbeitung ging ich sogar so weit, dass ich die gelben Lichtquellen noch etwas verstärkt habe, um einen sogenannten „Moody-Look“ zu erzielen. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass Amber entweder zu blau oder zu blass wirken kann. Um dem entgegenzuwirken verwende ich den Radial-Filter von Adobe Lightroom. Alles innerhalb von diesem Filter kann ich also noch separat verstärken oder reduzieren.

Das dritte, der unten aufgezeigten Fotos, habe ich ohne Radial-Filter bearbeitet, damit Ihr sehen könnt, wie gross der Unterschied ist. Das Bild wirkt deutlich gelber und die Tiefenwirkung ist nicht ganz so intensiv. Gleichzeitig habe ich auch die Vignette im Bild stark reduziert. Meiner Meinung nach eignet sich eine Vignette in Porträtfotos, da sie die Seiten und Ecken des Bildes abdunkeln/aufhellen und somit mehr eine Blickführung erzeugen – man achtet automatisch mehr auf die hellen Stellen im Bild. Zugleich erzeugt man meiner Meinung noch etwas mehr Spannung/Fokus im Bild.

Photoshooting Amber Karis Bassick
Photoshooting Amber Karis Bassick
Photoshooting Amber Karis Bassick

Weitere Fotos von Amber folgen demnächst…

PS: Die nächsten, im letzten Beitrag erwähnten Photoshootings sind jetzt beide abgeklärt und finden statt. Die Fotos werdet Ihr dann im April zu sehen bekommen.

Credits

Model: Amber Karis Bassick
Kamera: Olympus Pen-F
Location: Geschosswohnung, Goldach

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