Mit Reflexionen zu spielen hat mich bereits als Kind fasziniert. Damals habe ich lustige Grimassen gemacht und bin vor Lachen fast zusammen gebrochen.

Mittlerweile finde ich Spiegel beim Fotografieren eine tolle Sache. Sie zeigen uns eine andere Perspektive und haben, zumindest was die Gestaltung angeht, eine spezielle, eigene Wirkung. Mit viel Fantasie, Zeit und den nötigen Fähigkeiten könnte man auf diese Weise zum Beispiel ein Bild mit einem Portal (wie zum Beispiel von Doctor Strange) erschaffen, und es würde tatsächlich gut aussehen. Gleichzeitig hat man extrem viele Darstellungsmöglichkeiten. So kann ein Spiegel als normale Spiegelung verwendet werden, um einen Raum zu erweitern. Andererseits kann eine schminkende Frau als eitel dargestellt werden. Auch könnte man einen Gegensatz zeigen. Das Spiegelbild als böse Reflexion, zum Beispiel.

Jeden falls haben meine Schwester und ich uns gedacht, dass wir Fotos mit Ihrem Spiegelbild im Fokus erstellen.

Grundsätzlich gibt es keine besonderen Tipps und Tricks bei Reflexionen. Wichtig ist vor allem, dass der Fokus Eurer Kamera auf der Person liegt und nicht auf der Spiegeloberfläche. Und natürlich sollte der Fotograf im Spiegelbild nicht erkennbar sein. Umso grösser dabei der Spiegel ist, desto mehr Möglichkeiten habt Ihr. Gleichzeitig sorgt ein kleinerer Spiegel für bessere Detailaufnahmen und er schafft auch einen künstlichen Rahmen innerhalb des Bildes.

Marmormädchen Reflexionen in der Fotografie
Marmormädchen Reflexionen in der Fotografie

Ein Sieb als Schatten

Unter anderem haben wir uns gedacht, dass es toll aussehen könnte, wenn wir in einem dunklen Raum eine Lampe aufstellen und diese dann als Lichtquelle benutzen. Dabei würde Jasmin ein Sieb vor die Lampe halten und somit den „Sieb-Schatten-Effekt“ erzeugen.

Das klingt eigentlich recht simpel. Nur war die Lampe zu schwach und man sah gar nichts. Also haben wir die gleiche Übung mit meiner Handy-Taschenlampe versucht und siehe da: Es hat funktioniert. Die nächste Knacknuss war nun die Kameraeinstellung. Da es sehr dunkel war und ich ein Porträt machen wollte, habe ich die Blende geöffnet (f/2.8). Damit das Bild noch heller wird, stelle ich die Verschlusszeit auf 1/100 sek und erhöhe den ISO-Wert auf 800. Durch den höheren ISO-Wert nehme ich automatisch ein ISO-Rauschen im Bild in Kauf. Da ich aber das Bild schwarz/weiss mache, spielt das nicht so sehr eine Rolle.

Marmormädchen Reflexionen in der Fotografie

Credits

Model: Jasmin/Marmormädchen
Kamera: Olympus Pen-F
Location: Wohnung, Horn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.