Vlada_Levy_allgemeine_Tipps
Vlada_Levy_ISO-Wert
Vlada_Levy_Blendenöffnung

Allgemeine Tipps

Ich dachte mir, dass ich hin und wieder einmal ein paar Tipps in meine Beiträge platziere. Für mich ist das eine gute Repetition und für die Einsteiger unter Euch sind die Tipps vielleicht ja ganz nützlich.

Um ein gutes Foto zu machen, drückt man logischerweise nicht einfach sinnlos auf den Auflöser und hofft auf ein gutes Bild. Ein gutes Foto beinhaltet viel Beobachtung und im Normalfall mindestens die Grundkenntnisse der Fototechnik sowie in der Bildgestaltung. Im folgenden möchte ich kurz auf die Fototechnik sowie auf den goldenen Schnitt eingehen.

Die Blendenöffnung

Um ein Objekt freizustellen, muss man die Blende öffnen (Zum Beispiel f/2.8). Dadurch entsteht eine geringe Tiefenschärfe. Das bedeutet, dass das Objekt scharf und der Hintergrund unscharf bzw. verschwommen ist. Die Tiefenschärfe ist aber auch abhängig vom Objektiv, welches man verwendet und wie weit entfernt das Model/Objekt von der Wand/Kulisse entfernt ist. Bei einem Objektiv mit der Brennweite 80 mm wird die Tiefenschärfe stärken sein als bei einem 36 mm Objektiv.

Wichtig ist dabei aber, je offener die Blende, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Die Verschlusszeit

Beim Fotografieren achte ich bewusst darauf, dass keine Bewegungsunschärfe vorhanden ist. Es geht mir quasi darum, den Moment oder die Szene „einzufrieren“. Aus diesem will ich keine Bewegungsunschärfe, sondern klare und scharfe Fotos haben. Um dies zu erreichen, und da durch die geöffnete Blende mehr Licht auf den Sensor der Kamera fällt, habe ich kurze Verschlusszeiten verwendet.

Der ISO-Wert

Den ISO-Wert verwendet man, um das Bild technisch aufzuhellen (Wenn man trotz offener Blende und längerer Verschlusszeit ein zu dunkles Foto hat), allerdings entsteht so ab einem hohen ISO–Wert ein Bild– bzw. Farbrauschen. Dieses Rauschen könnte man als ein Gestaltungsmittel verwenden. Prinzipiell versuche ich aber, ein Bildrauschen beim Erstellen der Fotos zu vermeiden. Die Qualität der Bilder leidet meiner Meinung nach darunter. Wenn ich einmal doch ein Bildrauschen möchte, ergänze ich dieses beim Bearbeiten der Fotos.

Der goldene Schnitt

Der goldene Schnitt oder die „1/3 – 2/3 Aufteilung“ kommt in der Natur sehr oft vor. Auch in der Fotografie wird der goldene Schnitt oft als Hilfsmittel für den Bildausschnitt angewendet, da er auf das menschliche eine harmonische sowie natürliche Wirkung hat.

Der Goldene Schnitt ist eine Aufteilung in einem bestimmten Teilungsverhältnis. Dieses Verhältnis kommt sehr oft in der Natur vor und wirkt auf den Menschen natürlich und harmonisch. Sprich, es wird als sehr angenehm empfunden.

Das Seitenverhältnis der Strecke a zur Strecke b beträgt 61,8 % zu 38,2 %.

Der Sinn und Zweck des goldenen Schnitts

Der Goldene Schnitt wird also beim Finden/Anpassen des Bildausschnittes verwendet. Hier lohnt es sich, wenn Ihr absichtlich mehr Hintergrund im Foto habt. Dadurch habt Ihr beim Zuschneiden des Bildausschnittes mehr Spielraum und Ihr müsst Euch keine Sorgen darum machen, dass Ihr etwas «abschneidet».

Anstatt nach Augenmass zu gehen, empfehle ich Euch, den goldenen Schnitt als separate Ebene in eurem Bild abzulegen. Damit könnt Ihr dann den Bildausschnitt exakt an den goldenen Schnitt anpassen.

Aber wie gesagt, der goldene Schnitt soll als Hilfsmittel verwendet werden. Er ist nicht automatisch die Schlüsselkomponente für ein schönes Bild.

Vlada_Levy_goldener_Schnitt
Beispiel mit goldener Schnitt
Vlada_Levy_goldener_Schnitt
Beispiel ohne goldener Schnitt
Vlada Levy pt. 2
Vlada_Levy_by_Chris_Wunderlich
Vlada_Levy_pt_2

Credits

Model: Vlada Levy
Kamera: Olympus Pen-F
Location: Studio/Zimmer, Arbon

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